© Deutsche Bahn AG / Wolfgang Klee

Verkehrskonzept für den Güterverkehr

Der Hafen bleibt bis auf einige Wochenenden und wenige Tage ans Bahnnetz angeschlossen.

Der Hafen bleibt erreichbar

Die Bahnstrecke Bremen – Bremerhaven ist ein bedeutender transeuropäischer Korridor. Die Strecke ist nicht nur für den Personenverkehr von großer Bedeutung, sondern stellt auch eine zentrale Achse für den Schienengüterverkehr und die Anbindung der Bremer Häfen dar. Entlang der Strecke verfügen zudem zahlreiche Unternehmen über eigene Gleisanschlüsse. Mit circa 100 Güterzügen pro Tag weist die Strecke einen hohen Güterverkehrsanteil auf.

Um die Anbindung der Häfen während der Korridorsanierung Bremen – Bremerhaven sicherzustellen, wurde ein bundesweit einzigartiges Vorgehen beschlossen. Die Korridorsanierung wird nicht mit einer vollständigen Sperrung beider Gleise umgesetzt, sondern überwiegend unter Sperrung nur eines Gleises.

Durch dieses Vorgehen bleibt die Erreichbarkeit der Bremer Häfen auch während der Bauarbeiten gewährleistet. Gleichzeitig stellt die Sanierung unter eingleisigem Betrieb hohe Anforderungen an die Baulogistik und die Umsetzung der Bauarbeiten. Die Planung des Bau- und Sperrkonzepts erfolgt daher in enger Abstimmung mit der Hafenwirtschaft, der Bremischen Hafeneisenbahn sowie den beteiligten Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Umleiterführung und Kapazitäten

Während der Bauzeit können auf der Hauptstrecke trotz der eingleisigen Sperrungen weiterhin 3 bis 5 Züge pro Stunde abgewickelt werden. Ergänzend wird der Güterverkehr über die Umleiterstrecke Bremerhaven-Wulsdorf – Bremervörde – Rotenburg/Wümme – Maschen geführt, auf der maximal zwei Züge pro Stunde fahrbar sind. Mehrtägige Totalsperrungen sind zur Sicherstellung der Hafenanbindung ausschließlich an den Wochenenden vorgesehen.

Da keine adäquate, leistungsfähige und insbesondere elektrifizierte Umleiterstrecke zur Verfügung steht, müssen sich Güter- und Regionalverkehr die vorhandenen Kapazitäten teilen, was zu betrieblichen Einschränkungen führt.

Gleisanschließer

Die Bauarbeiten im Rahmen der Korridorsanierung Bremen – Bremerhaven betreffen nicht nur den Güterverkehr mit dem Seehafen Bremerhaven, sondern auch Unternehmen und Infrastrukturbetreiber mit Infrastrukturanschlüssen entlang der Strecke. Insgesamt verfügen acht dieser Unternehmen und Infrastrukturbetreiber an der Bahnstrecke über eine Schnittstelle zum Netz der Deutschen Bahn, über die sie ihre Logistik über die Schiene abwickeln.

Für die betroffenen Infrastrukturanschlüsse hat die Deutsche Bahn in enger Abstimmung mit den Geschäftspartnern individuelle Lösungen erarbeitet, um eine Aufrechterhaltung der Bahnverkehre auch während der Bauzeit sicherzustellen.