FAQ – Häufige Fragen und Antworten
In unseren FAQ finden Sie häufig gestellte Fragen und Antworten zur Korridorsanierung Bremen – Bremerhaven 2027 und den daraus resultierenden Fahrplanauswirkungen für den Regionalverkehr. Die FAQ werden sukzessive um weitere Fragen ergänzt.
Streckenkapazität
Welche Vorteile bringt die Korridorsanierung für Bahnfahrer:innen?
Mit der Korridorsanierung verbessern wir auf der Strecke Bremen – Bremerhaven den Zustand der Infrastruktur, die Leistungsfähigkeit sowie die Resilienz im Falle von Störungen. Gleichzeitig werden nach Abschluss der Arbeiten für fünf Jahre keine größeren Baumaßnahmen auf diesem Korridor erforderlich sein.
Die DB bündelt im Rahmen der Korridorsanierung den Baubedarf der kommenden Jahre. Statt in unzähligen kleinen Sperrpausen wird der technisch erforderliche Baubedarf in einer Sperrpause umgesetzt.
Wird die Strecke nach der Sanierung langfristig entlastet? Werden neue Überleitverbindungen gebaut und wo werden diese errichtet?
Zwei zusätzliche Überleitverbindungen in Lunestedt und Loxstedt schaffen mehr Flexibilität im Betrieb und machen das Netz im Fall von Störungen resilienter.
Eine Überleitverbindung ist ein Abschnitt auf der Strecke, an dem ein Zug mit Hilfe von Weichen von einem Gleis zum anderen wechseln kann. Damit schaffen wir auf den am stärksten ausgelasteten Abschnitten des Korridors die Basis für mehr Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit im Betrieb.
Gibt es langfristige Maßnahmen zur Erhöhung der Streckenkapazität?
Mit der Korridorsanierung machen wir die Strecke Bremen – Bremerhaven leistungsfähiger und robuster, vor allem bei Störungen. Dadurch wird der Zugverkehr zuverlässiger und besser als bisher.
Warum wird die Strecke nicht dreigleisig/viergleisig ausgebaut?
Ziel der Korridorsanierung ist es, Qualität und Pünktlichkeit im Zugverkehr zu verbessern und die Zahl infrastrukturbedingter Störungen deutlich zu senken. Dafür bündelt die DB alle in den kommenden Jahren notwendigen Arbeiten innerhalb kurzer Zeit. Aus- und Neubauprojekte erfordern deutlich mehr zeitlichen Vorlauf, allein aufgrund der umfangreichen Genehmigungs- und Beteiligungsprozesse.
Schallschutz
Wird der Schallschutz für Anwohnende an der Strecke Bremen – Bremerhaven ausgebaut?
Da es sich bei der Korridorsanierung nicht um eine Ausbaumaßnahme handelt, also weder ein zusätzliches Gleis gebaut noch die mögliche Geschwindigkeit auf der Strecke erhöht wird, wird es keinen zusätzlichen Lärmschutz an der Strecke geben.
Entlang der Strecke sind an mehreren Standorten Anpassungen an den Lärmschutzwänden erforderlich, da dort Oberleitungs- oder Signalmasten aufgestellt beziehungsweise das Wetterschutzhaus am Halt Lübberstedt errichtet wird. In diesen Bereichen kann es vorübergehend zu einem fehlenden Lärmschutz kommen.
Während der Bauarbeiten entstehen Lärm und Erschütterungen: Wie informiert die DB darüber?
Lärm- und erschütterungsintensive Arbeiten lassen sich im Rahmen der Korridorsanierung nicht vermeiden. Im Rahmen der Bauplanung sind wir bestrebt, diese Arbeiten überwiegend tagsüber durchzuführen. Damit setzen wir alles daran, die von den Bauarbeiten ausgehenden Störungen so gering wie möglich zu halten. Trotzdem lassen sich Beeinträchtigungen und Veränderungen im Bauablauf nicht gänzlich ausschließen.
Müssen besonders lärm- und erschütterungsintensive Arbeiten nachts und am Wochenende durchgeführt werden, informiert wir hierzu auf unserer Unterseite Anwohnendeninformationen. Darüber hinaus erfolgen für die betroffenen Haushalte bei Bedarf auch Postwurfsendungen.
Ersatzverkehr (EV) & alternative Verkehrsoptionen
Wie komme ich während der Korridorsanierung an mein Ziel?
Während der Korridorsanierung Bremen – Bremerhaven wird auf der Strecke ein eingeschränkter Personenzugverkehr möglich sein. Der Personenverkehr wird durch einen leistungsstarken Busersatzverkehr ergänzt. Das detaillierte Ersatzverkehrskonzept finden Sie auf unserer Unterseite zum Personenverkehr.
Darüber hinaus können Sie sich auf bahn.de und in der App DB Navigator über Ihre konkrete Verbindung informieren.
Wie wird der Ersatzverkehr organisiert? Wer ist der Aufgabenträger?
Das Verkehrskonzept für den Ersatzverkehr (EV) wird in enger Abstimmung zwischen der DB, den Aufgabenträgern und den betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen erarbeitet. Die Eisenbahnverkehrsunternehmen holen Angebote für die Erbringung von Ersatzverkehrsleistungen ein und beauftragen ein Busunternehmen, welches die Ersatzverkehre bedient.
Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr ist immer das jeweilige Bundesland. Für Bremen/Bremerhaven ist die Freie Hansestadt Bremen Aufgabenträger, die LNVG ist als Aufgabenträger für das Land Niedersachsen zuständig.
Bahnhofsmodernisierung
Die Korridorsanierung soll auch die Bahnhöfe umfassen – wie ist das zu verstehen?
Mit der Korridorsanierung erneuert die DB erstmals Netz und Bahnhöfe aus einem Guss. Je nach Zustand des Bahnhofs sind verschiedene Maßnahmen möglich, um das Erlebnis der Reisenden am Bahnhof und im Bahnhofsumfeld zu verbessern. Ziel ist es, jeden Bahnhof ganzheitlich zu entwickeln beziehungsweise zu modernisieren. Ganzheitlich bedeutet, dass Verkehrsstation (Bahnsteige und Zugänge), Empfangsgebäude sowie Vorplätze und Anschlussmobilität zusammen als ein Bahnhof gedacht und gemeinsam entwickelt werden.
Welche Bahnhöfe werden modernisiert? Was genau wird gemacht?
Die Bahnhöfe entlang der Strecke – von Bremen–Walle bis Bremerhaven–Lehe – werden modernisiert und attraktiver gestaltet. Geplant sind, je nach Station, zum Beispiel neue Wetterschutzhäuser und Windschutz, mehr bzw. neue Sitz- und Wartemöglichkeiten, moderne Beleuchtung und Rampensanierungen für einen stufenlosen Zugang zum Bahnsteig, sowie Wegeleitsysteme für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen. 13 Bahnhöfe sollen dabei fit für die Zukunft gemacht werden – beispielsweise mit neu gestalteten Personenunterführungen und besseren Parkmöglichkeiten für Fahrräder.
Alle Informationen zu den Maßnahmen finden Sie auf unserer Unterseite zu den Modernisierungen der Bahnhöfe.
Können Bahnhöfe während der Bauarbeiten weiter genutzt werden?
Während der Bauarbeiten kann die Nutzung der Bahnhöfe entlang der Strecke zeitweise eingeschränkt sein. Je nach Art der Bauarbeiten sind bestimmte Einrichtungen wie Fahrradabstellanlagen, Schließfächer, Personenunterführungen oder Aufzüge möglicherweise gar nicht oder nur teilweise zugänglich. Eine uneingeschränkte Nutzung der Bahnhöfe ist während der Bauarbeiten somit nicht immer gewährleistet.
Kontaktmöglichkeiten
An wen kann ich mich wenden, wenn ich Fragen zur Korridorsanierung Bremen – Bremerhaven habe?
Bei Fragen steht Ihnen die Projektkommunikation für die Korridorsanierung Bremen – Bremerhaven gerne zur Verfügung. Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier.